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# Bluttat im Klassenzimmer: 13-Jähriger greift Lehrerin mit Messer an – live auf Telegram übertragen?
- URL: https://www.suedtirolmagazin.it/bluttat-im-klassenzimmer-13-jahriger-greift-lehrerin-mit-messer-an-live-auf-telegram-ubertragen/
- Published: 2026-09-18T16:41:06.000Z
- Updated: 2026-09-18T16:41:06.000Z
- Author: Patrick Graber
- Tags: Italien

**Rom** – Ein schwerer Gewaltakt an einer römischen Mittelschule sorgt italienweit für Entsetzen: An der Schule „Giovanni Verga“ im Viertel Centocelle hat ein 13-jähriger Schüler am Freitagmorgen seine 66-jährige Literaturlehrerin während des Unterrichts unvermittelt attackiert. Die Pädagogin, die kurz vor ihrer Pensionierung stand, wurde verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

**Angriff mit Pfefferspray und Messer** Gegen 9:15 Uhr eskalierte die Situation im Klassenzimmer. Zeugenberichten zufolge sprühte der Jugendliche der Lehrerin zunächst Pfefferspray ins Gesicht, wodurch sie die Orientierung verlor. Unmittelbar danach zückte der 13-Jährige ein mitgebrachtes Messer und fügte der wehrlosen Frau Schnitt- und Stichwunden zu. Dass der Vorfall nicht tödlich endete, ist dem couragierten Eingreifen eines Mitschülers zu verdanken, der den Angreifer überwältigen und festhalten konnte, bis Hilfe eintraf.

Die Lehrerin kam umgehend in die Notaufnahme. Sie schwebt nach Auskunft der behandelnden Ärzte nicht in Lebensgefahr, erlitt jedoch neben den Wunden schwere Augenreizungen durch das Reizgas und steht unter akutem Schock.

**Tat sollte per Telegram-Video übertragen werden** Besonders alarmierend sind die Hintergründe der Tat: Der Junge soll geplant haben, den Angriff live über einen Videoanruf im Messenger-Dienst Telegram zu streamen. Dafür hatte er vorab ein Smartphone positioniert. Mitschüler berichteten zudem von kryptischen Ankündigungen in Chatgruppen („Ich werde tun, was ich schon immer tun wollte“). Als vordergründiger Auslöser für den Ausbruch gilt Frust über eine schlechte Schulnote. Die Ermittler prüfen nun auch, ob der 13-Jährige Vorbilder aus einschlägigen Online-Gruppen nachahmen wollte.

**Debatte über Social-Media-Sperren für Jugendliche** Der Fall hat umgehend die italienische Politik auf den Plan gerufen. Bildungsminister Giuseppe Valditara reagierte bestürzt auf den Schulangriff und erneuerte seine Forderung nach drastischen Maßnahmen, um die wachsende Jugendgewalt einzudämmen. Valditara sprach sich im Zuge der ersten Erkenntnisse erneut für ein striktes Social-Media-Verbot für Minderjährige unter 15 Jahren aus.