Eine Massenkarambolage auf der Schnellstraße Meran–Bozen sorgt für Aufsehen: Weil nach dem Unfall keine Polizeistreife eintraf, schaltet sich nun Sicherheitslandesrätin Ulli Mair ein.
Auf der Schnellstraße Meran–Bozen (MeBo) ist es zu einer folgenschweren Massenkarambolage gekommen: Insgesamt acht Fahrzeuge wurden ineinandergeschoben. Während der Unfall den Feierabendverkehr auf Südtirols wichtigster Pendlerachse lahmlegte und glücklicherweise vor allem Blechschaden forderte, sorgt der Ablauf danach für massive Empörung.
Wie Südtirol News berichtet, warteten die beteiligten Lenker an der unübersichtlichen Gefahrenstelle vergeblich auf das Eintreffen der Ordnungskräfte. Die Betroffenen mussten die Schnellstraße über weite Strecken auf sich allein gestellt absichern.
Der Vorfall zieht nun auch direkte politische Konsequenzen nach sich: Sicherheitslandesrätin Ulli Mair reagierte mit deutlichen Worten und äußerte scharfe Kritik daran, dass bei einem Unfall dieser Größenordnung keine Streife zur Absicherung und Protokollierung verfügbar war. Es dürfe nicht sein, dass Bürger auf einer der meistbefahrenen Straßen des Landes im Gefahrenbereich sich selbst überlassen werden.
Der Vorfall rückt damit einmal mehr die angespannte Personallage und die Koordination der Sicherheitskräfte auf Südtirols Hauptverkehrsadern in den Fokus.