Es ist eine Bruchlandung mit Ansage, die ganz Hollywood erzittern lässt: Der neue Megablockbuster „Supergirl“ ist am Startwochenende an den Kinokassen monumental gecrasht. Ein aktueller Bericht des Guardian rechnet knallhart mit der Traumfabrik ab – und zeigt, warum die Zuschauer die Nase endgültig voll haben.

Jahrezehntelang galt in Hollywood ein ungeschriebenes Gesetz: Pack ein Cape auf ein Kinoplakat, drucke ein Marvel- oder DC-Logo darauf und die Kinokassen werden ununterbrochen klingeln. Doch dieses Gesetz wurde an diesem Wochenende spektakulär in Schutt und Asche gelegt. Mit dem Kinostart von „Supergirl“ wollte DC eigentlich eine neue, goldene Ära einläuten – stattdessen erleidet das Studio eine Box-Office-Katastrophe historischen Ausmaßes.

Leere Kinosäle statt Millionen-Umsätze

Die nackten Zahlen sind für die Studiobosse ein absoluter Albtraum. Trotz eines astronomischen Budgets und einer gigantischen Marketingkampagne blieben die Kinosäle weltweit erschreckend leer. Der Guardian analysiert treffend, dass es sich hierbei nicht mehr um einen Einzelfall handelt: Die gefürchtete „Superhero Fatigue“ (Superhelden-Müdigkeit) hat das Mainstream-Publikum vollends erfasst.

Die Zuschauer haben schlichtweg genug von:

  • Fließband-CGI: Künstlich wirkenden Computerschlachten, denen jede Seele fehlt.
  • Hausaufgaben-Kino: Filmen, für die man vorher drei Serien und fünf andere Blockbuster gesehen haben muss, um überhaupt die Handlung zu verstehen.
  • Vorhersehbarkeit: Dem immer gleichen Schema F, bei dem das Schicksal des gesamten Universums auf dem Spiel steht, aber am Ende doch alles glattgebügelt wird.

Der Trend geht zurück zu echten Geschichten

Der brutale Absturz von „Supergirl“ sendet ein lautstarkes Signal an die Filmstudios. Das Publikum streikt und wandert ab – entweder zu mutigen, frischen Kinostoffen abseits des Einheitsbreis oder direkt auf die heimische Couch zu den Streaming-Diensten.

Für die Kinobetreiber weltweit (und auch bei uns in Südtirol) ist das ein zweischneidiges Schwert: Blockbuster werden dringend gebraucht, um die großen Säle zu füllen – aber wenn die Qualität nicht stimmt, bleiben die Sessel leer. Hollywood steht vor einem gigantischen Scherbenhaufen und muss sich radikal neu erfinden. Die Ära, in der man den Kinogängern alles mit einem Superhelden-Stempel vorsetzen konnte, ist offiziell vorbei.