Es ist das am strengsten gehütete Geheimnis des Silicon Valley: Wie sieht das erste KI-Hardware-Gerät von OpenAI aus? Laut einem Bericht von Bloomberg wurden nun sensationelle Details enthüllt. Zusammen mit Apple-Designlegende Jony Ive baut das Unternehmen einen mobilen, bildschirmfreien Lautsprecher, der durch Kameras und KI-Modelle fast wie ein echtes Lebewesen agieren soll – während Apple im Hintergrund bereits mit einer Klage dazwischengrätscht.

Hauptteil

Seitdem OpenAI im Mai 2025 die Hardware-Firma des legendären iPhone-Designers Jony Ive übernommen hat, rätselt die Tech-Welt, welches physische Produkt die Softwareriesen auf den Markt bringen wollen. Ein Smartphone-Killer? Eine smarte Brille?

Laut einem Bericht von Bloomberg (verfasst vom renommierten Tech-Insider Mark Gurman) geht die Reise in eine ganz andere, überraschende Richtung: OpenAI plant als erstes Consumer-Gerät einen mobilen, bildschirmfreien Smart Speaker, der als intelligenter, proaktiver Alltagsbegleiter im Haus dienen soll.

Ein Lautsprecher, der „lebt“ und mitdenkt

Vergiss Amazon Alexa oder Google Home – das geplante OpenAI-Gerät soll eine völlig neue Liga definieren. Laut dem Bloomberg-Bericht wird es intern als eine Art „neue Form des Computers für die KI-Ära“ gehandelt.

Die wichtigsten Details des Leaks im Überblick:

  • Kein Bildschirm, aber mobil: Das Gerät besitzt bewusst kein Display. Dank eines integrierten Akkus kann man den Lautsprecher einfach von Raum zu Raum tragen – etwa in die Küche beim Kochen oder ins Schlafzimmer.
  • Augen und Ohren: Der Lautsprecher ist mit hochentwickelten Kameras und Sensoren ausgestattet. Er „sieht“ seine Umgebung und erkennt beispielsweise, wer ihn gerade benutzt.
  • Proaktive Intelligenz: Das Gerät soll nicht nur stumpf auf Befehle reagieren. Durch den Zugriff auf deine E-Mails, Kalender und Gewohnheiten lernt es dich kennen. Laut dem Bericht von Bloomberg gab es intern bereits eine Demonstration, bei der die KI den Nutzer am Abend proaktiv daran erinnerte, früher ins Bett zu gehen, weil am nächsten Morgen ein wichtiges Meeting ansteht.
  • Physische Interaktion: Gerüchten zufolge soll der Lautsprecher sogar über mechanische Elemente verfügen, um sich leicht zu bewegen und dadurch im Raum „lebendig“ zu wirken.

Kosten und Release-Zeitraum

Das US-Medium berichtet weiter, dass OpenAI einen Enthüllungstermin noch Ende 2026 anvisiert, gefolgt von einer Markteinführung im Jahr 2027. Preislich soll sich der smarte Begleiter in einem erstaunlich erschwinglichen Rahmen zwischen 200 und 300 US-Dollar bewegen. Gefertigt werden soll das Gerät vom Apple-Zulieferer Foxconn in Vietnam oder den USA.

Der Schatten des Apple-Krieges

Der Leak kommt zu einem denkbar brisanten Zeitpunkt. Erst vor wenigen Tagen hat Apple eine schwere Klage gegen OpenAI eingereicht. Der iPhone-Hersteller wirft dem KI-Startup vor, systematisch Geschäftsgeheimnisse über unveröffentlichte Apple-Technologien von abgeworbenen Ex-Mitarbeitern abgezogen zu haben.

Sollte Apple vor Gericht eine einstweilige Verfügung erwirken, könnte der ambitionierte Zeitplan für den revolutionären ChatGPT-Lautsprecher im letzten Moment ins Wanken geraten.