Der King of Pop schreibt auch 17 Jahre nach seinem Tod weiter Geschichte. An diesem Wochenende hat das heiß diskutierte Biopic „Michael“ offiziell die magische Marke von einer Milliarde US-Dollar an den weltweiten Kinokassen durchbrochen. Damit ist der Film nicht nur der zweite Milliarden-Hit des Jahres 2026, sondern stellt auch einen historischen Rekord auf, den selbst Hollywood-Größen wie Christopher Nolan nicht geschafft haben.

Totgesagte leben länger – und im Fall von Michael Jackson gilt das ganz besonders für sein Vermächtnis. Als das Filmstudio Lionsgate ankündigte, das Leben des King of Pop auf die große Leinwand zu bringen, waren die Zweifel groß. Doch die weltweite Fangemeinde hat allen Kritikern und schlechten Rezensionen getrotzt. Am Samstagabend war es so weit: Die weltweiten Ticketverkäufe überschritten die 1.000.000.000-Dollar-Grenze.

Der erfolgreichste biografische Film aller Zeiten

Mit diesem Meilenstein zieht Regisseur Antoine Fuqua an der gesamten Konkurrenz vorbei. „Michael“ ist ab sofort das erfolgreichste Biopic der Filmgeschichte. Er verdrängt damit das dreifach Oscar-prämierte Meisterwerk Oppenheimer von Christopher Nolan (975 Millionen Dollar) sowie den Queen-Erfolg Bohemian Rhapsody (910 Millionen Dollar) auf die Plätze 2 und 3.

Gleichzeitig beschert der Film dem Studio Lionsgate den größten finanziellen Erfolg seiner Firmengeschichte. Der bisherige Rekordhalter des Studios, Die Tribute von Panem – Catching Fire (865 Millionen Dollar aus dem Jahr 2013), wurde pulverisiert.

Jaafar Jackson begeistert die Massen

Ein riesiger Erfolgsfaktor ist Hauptdarsteller Jaafar Jackson. Der leibliche Neffe von Michael Jackson feierte mit der Rolle sein absolutes Schauspiel-Debüt und schaffte es, die legendären Tanzschritte und die Aura seines Onkels so präzise zu kopieren, dass in den Kinosälen weltweit regelrechte Konzert-Stimmung aufkam. Dass der Film die heftigen Missbrauchsvorwürfe aus Jacksons späterem Leben weitgehend ausklammerte, tat dem weltweiten Hype – besonders in Europa, Brasilien und Japan – keinen Abbruch.

Nach diesem historischen Triumph gilt eines in Hollywood bereits als offenes Geheimnis: Pläne für eine Fortsetzung („Michael 2“), die die späteren Jahre des Künstlers beleuchten soll, liegen bereits in den Schubladen der Produzenten.