Die Preise in Bozen sind im August 2026 um 3,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das klingt nach wenig, doch es trifft nicht alles gleich: Besonders teurer geworden sind Wohnen und Energie, Mobilität und der Restaurantbesuch. Das sind Ausgaben, die man kaum einfach streichen kann.

Wir haben die offiziellen Zahlen des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) aufbereitet. Unten siehst du, wie sich die Teuerung seit Jahresbeginn entwickelt hat, in welchen Bereichen sie am stärksten ist und wie Bozen im Vergleich zu Italien dasteht. Mit dem Rechner kannst du ausprobieren, was das für dein eigenes Einkommen bedeutet.

Teuerung in Bozen 2026

Verbraucherpreisindex NIC (alle Haushalte, mit Tabakwaren). Stadt Bozen im Vergleich zu Italien, Januar bis August 2026.

+3,6 %Bozen, August 2026 gegenüber August 2025
+3,3 %Italien gesamt im gleichen Zeitraum
+1,5 %Bozen im Vergleich zum Juli (Italien: +0,5 %)

Teuerung gegenüber dem Vorjahr (%)

BozenItalien

Preisanstieg gegenüber dem Vormonat, Bozen (%)

Wo es teurer geworden ist: Teuerung nach Bereichen, August 2026 (%)

BozenItalien

Veränderung gegenüber August 2025. Die Bereiche folgen der neuen ISTAT-Einteilung (ECOICOP 2).

Was bedeutet das für mein Gehalt?

Quelle: ASTAT / ISTAT, Indexziffern NIC August 2026 (Basis 2025 = 100). Die Werte gelten für die Stadt Bozen, nicht für ganz Südtirol. Die Rechnung ist eine Faustregel und ersetzt keine individuelle Berechnung.

Wo das Geld gerade verloren geht

  • Wohnen und Energie: +8,8 %. Zu diesem Bereich zählen Miete, Wasser, Strom, Gas und Brennstoffe. Er ist der stärkste Preistreiber. Zu Jahresbeginn lag er noch bei −5,8 %, seit April steigt er deutlich. Die ASTAT-Tabelle trennt Miete und Energie nicht, wir können also nicht sagen, welcher Teil den Anstieg verursacht.
  • Mobilität: +5,2 %. Der Bereich Verkehr, zu dem auch Treibstoff zählt, ist im Jahresvergleich stark gestiegen. Laut ASTAT lag Diesel im zweiten Quartal 2026 im Schnitt bei 2,064 Euro pro Liter, rund 22 % über dem Vorjahresquartal. (Zahl bitte vor Veröffentlichung in der ASTAT-Mitteilung „Entwicklung der Treibstoffpreise, 2. Quartal 2026" prüfen.)
  • Essen gehen und Urlaub: +3,8 %. Gastronomie und Beherbergung wurden im August allein um knapp 3 Prozent gegenüber dem Juli teurer.
  • Lebensmittel: +2,2 %. Das ist weniger als bei den anderen Bereichen, in Bozen aber fast doppelt so viel wie im italienischen Durchschnitt (+1,2 %).

Nur ein Bereich ist billiger geworden: Versicherungs- und Finanzdienstleistungen (−1,4 %).

Was das für dein Einkommen bedeutet

Wenn deine Kosten um 3,6 % steigen, muss dein Einkommen im gleichen Maß steigen, damit du dir nicht weniger leisten kannst. Bei einem Nettogehalt von 1.500 Euro sind das rund 54 Euro im Monat, bei 1.800 Euro rund 65 Euro und bei 2.800 Euro rund 100 Euro. Das ist eine Faustregel. Wer zur Miete wohnt und mit Gas heizt, spürt mehr als der Durchschnitt, wer kein Auto braucht, weniger. Probier es im Rechner mit deinem eigenen Gehalt aus.

So schließt sich der Kreis zu unserem Bericht über die Gehälter in Südtirol: Wenn Löhne langsamer steigen als die Preise, bleibt vom Plus am Ende nichts übrig. (Hier den Link auf den Gehälter-Beitrag setzen.)

Was die Zahlen nicht zeigen: Es handelt sich um Zahlen für die Stadt Bozen, nicht für ganz Südtirol. Sie zeigen die Preisentwicklung, nicht ihre Gründe. Seit 2026 verwendet ISTAT außerdem eine neue Einteilung mit 13 statt 12 Bereichen und das Basisjahr 2025, ältere Tabellen sind deshalb nicht direkt vergleichbar.

Ausblick (dein Wunschtext, leicht angepasst):
„Die aktuellen Vergleichszahlen (Stand August) zeigen, dass Bozen in sieben von acht Monaten über dem italienischen Schnitt lag. Am kommenden Freitag veröffentlicht das Statistikamt die nächsten offiziellen Monatsdaten – wir aktualisieren diese Übersicht hier zeitnah.”

Ich habe „anhaltenden Trend über dem italienischen Schnitt” zu „in sieben von acht Monaten” geändert. Im Juli lag Bozen mit 2,8 % knapp unter Italien (2,9 %). Der Satz ist damit nachprüfbar und kann dir nicht widerlegt werden.

Quelle: ASTAT / ISTAT, Indexziffern der Verbraucherpreise (NIC), August 2026.