Bei Demonstrationen gegen die Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke (TAV) im piemontesischen Val di Susa ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Regierungschefin Giorgia Meloni fand nun scharfe Worte gegen die Krawallmacher.

Nach der traditionellen Protestdemonstration gegen den Bau der Eisenbahnstrecke Turin-Lyon kam es am Samstagnachmittag zu heftigen Zusammenstößen zwischen extremen Kräften der „No-Tav“-Bewegung und den Sicherheitskräften.

Vermummte Randalierer griffen die Baustellen in Chiomonte und San Didero mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Rauchbomben an. Mehrere Einsatzfahrzeuge der Sicherheitskräfte wurden in Brand gesteckt. Nach ersten Informationen wurden rund 60 Einsatzkräfte der Polizei verletzt.

„Wer Gewalt anwendet, greift den Staat an“

Regierungschefin Giorgia Meloni verurteilte die Krawalle via Social Media auf das Schärfste:

„Wer Rauchbomben wirft, Fahrzeuge des Staates in Brand steckt und Sicherheitskräfte angreift, verteidigt keine Idee, sondern greift den Staat an. Die Gewalt wird den Staat nicht beugen: Wer Italien dient, wird niemals allein gelassen.“

Auch Innenminister Matteo Piantedosi sowie Vertreter der Regionalpolitik verurteilten die Ausschreitungen als gezielte Straftaten und sprachen den verletzten Polizeikräften ihre volle Solidarität aus.

(Quelle: ANSA / Agenzia Nazionale Stampa Associata)