Südtirols Landesregierung legt im Wohnbau nach: Mit dem vom Landtag genehmigten Nachtragshaushalt fließen zusätzliche 35 Millionen Euro in die Wohnbauförderung und den gemeinnützigen Wohnbau. Damit soll der spürbar gestiegene Bedarf an Anträgen für Eigenheime und günstige Mietwohnungen abgedeckt werden.
Mit der Wohnreform hat das Land Südtirol eine der größten Investitionsoffensiven im Wohnbereich der letzten Jahre gestartet. Die nun freigegebenen Mittel aus dem Nachtragshaushalt stellen sicher, dass die Anträge von Südtirolerinnen und Südtirolern für das laufende Jahr finanziell abgesichert sind.
Unterstützung für Erstwohnung und Sanierung
Ein Großteil der 35 Millionen Euro geht direkt in die klassischen Förderschienen des Landes. Ziel ist es, einheimische Familien und Einzelpersonen beim Schritt ins eigene Zuhause zu unterstützen.
Die Gelder fließen unter anderem in:
- Kauf, Bau und Wiedergewinnung: Aufstockung der Kapitel für Beiträge zur Erstwohnung.
- Optimiertes Bausparen & Baudarlehen: Leichterer Zugang und stärkere finanzielle Unterstützung in Kombination mit dem Bausparmodell.
- Entbürokratisierung: Schnellere Abwicklung der Förderanträge für Antragsteller.
Neue Modelle: Gemeinnütziger Mietwohnbau gestärkt
Neben der Förderung von Wohneigentum setzt das Land mit den zusätzlichen Mitteln verstärkt auf den Mietmarkt. Als neue, dritte Säule neben dem freien Markt und dem WOBI soll der gemeinnützige Mietwohnbau bezahlbare Mietwohnungen für die Mittelschicht schaffen.
Wohn-Landesrätin Ulli Mair betont, dass die Mittel nötig waren, um dem erhöhten Andrang gerecht zu werden und die Reformmaßnahmen auf solide Beine zu stellen:
„Die nun im Rahmen des Nachtragshaushalts freigegebenen 35 Millionen Euro stellen sicher, dass der erhöhte Bedarf an Beiträgen und Fördermitteln für das laufende Jahr abgedeckt ist. Wir wollen Wohnen für die einheimische Bevölkerung wieder spürbar leistbar machen.“