* Fokus liegt auf dem sogenannten FAST-Modell mit Werbeunterbrechungen.
* Zeitplan für Europa noch offen.
Der Streaming-Markt bebt weiter: Erst wird bekannt, dass Netflix mit der Rückkehr von Gratis-Testphasen experimentiert – jetzt zieht offenbar der nächste Gigant nach. Berichten zufolge prüft Disney die Einführung einer völlig kostenlosen Version von Disney+. Müssen wir bald gar nichts mehr bezahlen, um Marvel, Star Wars und Co. zu sehen?
Es tut sich ordentlich was in der Streaming-Welt. Nachdem die Anbieter jahrelang an der Preisschraube gedreht und das Teilen von Accounts drastisch eingeschränkt haben, folgt nun die Kehrtwende im Kampf um die Gunst der Zuschauer. Neuesten Medienberichten zufolge könnte Disney+ schon bald eine werbefinanzierte, aber dafür komplett kostenlose Abo-Stufe auf den Markt bringen.
Das "FAST"-Modell: Kostenlos, aber mit Werbung
Hinter den Kulissen wird laut Branchen-Insidern intensiv darüber nachgedacht, Disney+ über sogenannte FAST-Channels (Free Ad-Supported Streaming Television) zu erweitern. Das bedeutet für dich: Du zahlst keinen Cent Grundgebühr, musst dafür aber – ähnlich wie beim klassischen Fernsehen – mit regelmäßigen Werbeunterbrechungen leben.
Komplett neu ist die Idee für den Konzern nicht. In den USA betreibt Disney mit ABC News Live bereits ein solches Gratis-Modell und auch die US-Streamingplattform Hulu (die zu Disney gehört) experimentiert stark mit werbefinanzierten Inhalten. Nun könnte dieses Konzept auf die globale Kernmarke Disney+ ausgeweitet werden.
Welche Einschränkungen wird es geben?
Wer hofft, die neuesten Blockbuster oder Serien-Highlights wie The Mandalorian oder brandfrische Marvel-Filme sofort komplett gratis streamen zu können, muss seine Erwartungen vermutlich etwas herunterschrauben. Experten gehen davon aus, dass ein kostenloses Disney+ Modell Einschränkungen haben wird:
- Begrenzte Mediathek: Möglicherweise sind nur ältere Klassiker, ausgewählte Dokus oder die jeweils ersten Staffeln von Top-Serien gratis verfügbar.
- Kein On-Demand-Komfort: Es ist gut möglich, dass Disney auf "Live-Kanäle" setzt, bei denen das Programm wie im echten TV vorgegeben ist und du nicht einfach auf Pause drücken kannst.
Fazit: Die Streaming-Flatrate stößt an ihre Grenzen
Für uns bei netz.news ist diese Entwicklung ein klares Zeichen: Das klassische Modell, bei dem jeder Nutzer monatlich 10 bis 15 Euro für ein Abo auf den Tisch legt, stößt an seine Wachstumsgrenzen. Die Anbieter müssen neue Zielgruppen erschließen – und das geht am besten über den Preis. Kostenloses Streaming mit Werbung erlebt gerade ein riesiges Comeback.
Wir halten dich natürlich auf dem Laufenden, sobald Disney konkrete Pläne für den europäischen Markt ankündigt!

