Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) hat die Daten zu freiwilligen Schwangerschaftsabbrüchen und Fehlgeburten in Südtirol für das Jahr 2025 vorgelegt. Die Kennzahlen geben Einblick in die demografische Entwicklung und das Gesundheitswesen des Landes.

BOZEN – Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) hat in seiner Mitteilung Nr. 37/2026 die detaillierten Erhebungen zu freiwilligen Schwangerschaftsabbrüchen sowie spontanen Fehlgeburten in Südtirol veröffentlicht. Die Auswertung basiert auf den offiziellen Meldungen der Sanitätsbetriebe im Rahmen des Gesetzes 194/1978.

Die Kernfakten im Überblick

  • Niedrige Abbruchrate: Südtirol verzeichnet im gesamtitalienischen Vergleich weiterhin eine der niedrigsten Quoten bei freiwilligen Schwangerschaftsabbrüchen. Die Zahlen bewegen sich auf einem stabilen Niveau.
  • Altersverteilung: Die Mehrheit der Frauen, die einen freiwilligen Abbruch durchführen lassen, gehört der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren an. Der Anteil von Minderjährigen bleibt erfreulich gering.
  • Medikamentöse Methode setzt sich durch: Der Anteil der pharmakologischen Abbrüche (Einsatz von RU486) nimmt im Vergleich zu chirurgischen Eingriffen weiter zu. Die Versorgung erfolgt über die öffentlichen Krankenhäuser des Landes.
  • Spontane Fehlgeburten: Die Erfassung der Fehlgeburten in Südtirols Kliniken zeigt eine konstante Entwicklung, die eng an die allgemeine Geburtenrate gekoppelt ist.

Wichtige Orientierung für das Gesundheitswesen

Die ASTAT-Erhebungen dienen nicht nur der statistischen Dokumentation, sondern bilden auch die Grundlage für die Arbeit von Familienberatungsstellen (Consultori) und Präventionsangeboten der Südtiroler Sanität.