Neuer Ranger am Karer See: Besserer Schutz für Südtirols Naturjuwel

Der Karer See gehört zu den bekanntesten und meistfotografierten Naturdenkmälern Südtirols. Um den enormen Besucheransturm besser zu lenken und das empfindliche Ökosystem zu schützen, setzt das Land nun auf ein neues Konzept: Erstmals ist mit Manuel Lanthaler ein eigener Ranger vor Ort im Einsatz.

Die Anforderungen an das geschützte Naturdenkmal im Eggental sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. Tausende Gäste strömen täglich an das Nordufer des Sees, um das beeindruckende Panorama des Latemar zu bewundern. Doch der Boom bringt auch Herausforderungen mit sich – von Müll bis hin zu Besuchern, die die geschützten Uferbereiche betreten.

Aufklärung statt reines Strafen

Seit Juni ist Ranger Manuel Lanthaler regelmäßig am See anzutreffen. Seine Hauptaufgabe: Sensibilisierung.

„Es geht nicht primär darum, Strafen zu verteilen, sondern den Menschen den Wert dieses einzigartigen Lebensraums zu erklären“, so das Forstpersonal des Landes.

Der neue Ranger informiert über die Entstehung des Sees, die sensible Fauna und Flora sowie die geltenden Regeln im Schutzgebiet.

Drei Kernaufgaben des neuen Rangers:

  • Besucherbetreuung & Auskunft: Information für Gäste direkt am Seeufer.
  • Aufsicht & Naturschutz: Überwachung der Einhaltung von Schutzbestimmungen (z. B. Verlassen der Wege).
  • Entlastung der Forstinspektion: Direkte Ansprechperson vor Ort während der stark frequentierten Sommermonate.

Das Pilotprojekt am Karer See dient zudem als Modell für andere stark besuchte Naturdenkmäler in Südtirol, um Umweltbildung und sanften Tourismus noch enger miteinander zu verknüpfen.