Im beliebten Lido-Park in Brixen spitzt sich die Situation rund um Sicherheit und Ordnung zu. Was als grüne Oase und Treffpunkt für Familien und Sportbegeisterte gedacht ist, sorgt zunehmend für Unmut: Unerlaubte Zufahrten von Pkw und Motorrädern, wilde Partys und Zweckentfremdung der Parkanlagen fordern nun die Stadtverwaltung und die Ortspolizei zum Handeln heraus.

Autos zwischen spielenden Kindern

Wie die Tageszeitung Alto Adige berichtet, kam es in den vergangenen Wochen wiederholt zu bedenklichen Zwischenfällen im Areal. Besonders ein Vorfall sorgte für Kopfschütteln: Mitten während eines Sommercamps für Kinder rollte ein Auto über das Parkgelände. Die Ortspolizei musste einschreiten, um das Fahrzeug anzuhalten. Immer wieder nutzen Unbefugte offene Zugangswege, um mit Pkw oder Motorrollern direkt in die Grünzone einzufahren.

Hinzu kommen Klagen über nächtlichen Lärm durch feiernde Gruppen sowie Personen, die Parkbänke und Grünflächen als illegale Schlafplätze nutzen.

Gemeinde rüstet auf: Schranken und Kameras geplant

Die Stadtgemeinde Brixen will der Entwicklung nicht länger tatenlos zusehen. Um das Naherholungsgebiet zu schützen, sind konkrete bauliche und organisatorische Maßnahmen geplant:

  • Zufahrtsbeschränkungen: An den kritischen Zugängen (u. a. im Bereich Fischzuchtweg und Seebacher) sollen feste Schranken oder Poller installiert werden, um Fahrzeugen die Einfahrt künftig physisch unmöglich zu machen.
  • Videoüberwachung: Das bestehende Kamerasystem der Stadt soll ausgeweitet werden, um Vandalismus und Ruhestörung gezielter zu erfassen und zu ahnden.
  • Neugestaltung für rund 200.000 Euro: Neben den Sicherheitsvorkehrungen plant die Gemeinde eine umfassende Aufwertung des Areals. Rund 200.000 Euro sollen in neue Grünflächen, Wege und die generelle Attraktivierung des Lido-Parks fließen.

Für die Ortspolizei bedeutet die aktuelle Lage bis zur Umsetzung der baulichen Sperren erhöhte Präsenz: Gezielte Kontrollen in den Abend- und Nachtstunden sollen verstärkt werden, um die Parkordnung durchzusetzen.

(Quelle: Alto Adige / Gemeinde Brixen)