Die Treibstoffpreise bleiben ein spürbarer Kostenfaktor im Alltag vieler Südtiroler. Wer täglich mit dem eigenen Auto zur Arbeit fährt, merkt das Loch in der Geldbörse mit jedem Tankstellenbesuch. Doch wie groß ist der finanzielle Unterschied zwischen dem eigenen Pkw und dem öffentlichen Nahverkehr tatsächlich? Eine aktuelle Berechnung des Landesressorts für Infrastrukturen und Mobilität zeigt eine überraschend deutliche Differenz.

Die Pendlerstrecke Bozen–Meran im Rechenbeispiel

Als Grundlage dient eine der am stärksten frequentierten Pendlerstrecken des Landes: Bozen–Meran. Wer diese Distanz an rund 240 Arbeitstagen im Jahr mit dem Pkw zurücklegt, spult täglich 62 Kilometer ab – das summiert sich auf knapp 15.000 Kilometer pro Jahr.

Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6,5 Litern pro 100 Kilometer und einem Benzinpreis von 2,02 Euro je Liter schlagen allein die reinen Treibstoffkosten mit rund 1.900 Euro pro Jahr zu Buche.

Dem gegenüber steht das landesweite Jahresabonnement von südtirolmobil: Der Fix365 Pass schlägt mit 250 Euro im Jahr zu Buche und deckt sämtliche Fahrten mit Bus, Bahn und den integrierten Seilbahnen in ganz Südtirol ab.

Bis zu 1.700 Euro Ersparnis im Jahr

Die Gegenüberstellung verdeutlicht den Unterschied: Wer auf dieser Strecke das Auto stehen lässt und auf Bus und Bahn umsteigt, spart allein beim Treibstoff rund 1.700 Euro jährlich – das entspricht einer Einsparung von etwa 87 Prozent der reinen Spritkosten.

Wichtiger Nebeneffekt: In dieser Berechnung sind Nebenkosten wie Kfz-Versicherung, Steuer, Verschleiß, Reifenwechsel, Wertverlust und etwaige Parkplatzgebühren noch gar nicht berücksichtigt. Bezieht man diese Faktoren mit ein, fällt der finanzielle Vorteil für Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr noch deutlich höher aus.

Günstiges Tarifsystem im Alpenraum

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider betont, dass Südtirol über eines der günstigsten Nahverkehrstarifsysteme im gesamten Alpenraum verfügt. Durch kontinuierliche Investitionen in die Taktverdichtung und den Ausbau der Schieneninfrastruktur soll der Umstieg auf nachhaltige Mobilität künftig noch komfortabler werden.

Für Pendler bietet das Jahresabo vor allem eines: feste, planbare Kosten und die Möglichkeit, das monatliche Budget merklich zu entlasten.