🔴 UPDATE (Donnerstag, 07:00 Uhr) – Diese Fahrzeuge sollen profitieren:
Nach ersten Plänen aus Rom soll die Befreiung vor allem Besitzer von Klein- und Mittelklasse-Fahrzeugen sowie Motorrädern entlasten. Im Fokus stehen Pkw mit einer Leistung von bis zu rund 110 kW (ca. 150 PS) – darunter fallen klassische Familienautos wie etwa VW Golf, Toyota Yaris Cross oder Peugeot 2008. Luxus- und hochmotorisierte Fahrzeuge bleiben von der geplanten Streichung voraussichtlich ausgeschlossen.
Update 16.09.26 (19:45 Uhr) – Konkrete Pläne aus Rom:
Wie am Abend bekannt wurde, plant die Regierung eine gezielte Entlastung für breite Bevölkerungsschichten: Die Kfz-Steuer soll demnach für Fahrzeuge mit geringer und mittlerer Motorleistung komplett abgeschafft werden. Von der geplanten Steuerbefreiung sollen künftig auch Motorräder profitieren. Damit zielt der Vorstoß direkt auf Alltags- und Pendlerfahrzeuge ab, während für leistungsstarke Modelle weiterhin Abgaben fällig bleiben dürften.
Wird die klassische Kfz-Steuer bald Geschichte sein? Rund um die Reform des „Bollo auto“ laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen: Ab 2027 könnten neue Berechnungsgrundlagen auf Fahrzeughalter in Südtirol zukommen.
Kaum eine Abgabe sorgt bei Autofahrern für so viel Unmut wie die jährliche Autosteuer. Doch das bewährte System, das die Steuerlast primär nach Motorleistung (kW) und Schadstoffklasse staffelt, steht vor tiefgreifenden Änderungen. Im Raum steht eine Neuausrichtung ab dem Jahr 2027, die sich an europäischen Richtlinien orientiert.
Ziel der geplanten Reformen ist es, den bloßen Fahrzeugbesitz weniger stark zu belasten und stattdessen den tatsächlichen Schadstoffausstoß sowie die tatsächliche Nutzung der Straßeninfrastruktur in den Vordergrund zu stellen.
Was das für Südtirol bedeutet:
In Südtirol wird die Kraftfahrzeugsteuer vom Land verwaltet. Bislang nutzte die Landespolitik ihre Zuständigkeit vor allem, um umweltfreundliche Antriebe wie Hybrid- und Elektroautos mit befristeten Steuerbefreiungen zu fördern. Sollte das bisherige Steuersystem auf gesamtstaatlicher Ebene auslaufen oder grundlegend umgebaut werden, müsste auch das Land Südtirol seine Besteuerungsmodelle anpassen – nicht zuletzt, um Einnahmeausfälle für das Landesbudget abzufedern.
Konkrete Beschlüsse stehen zwar noch aus, die Weichenstellungen für die kommenden Jahre deuten jedoch klar darauf hin, dass das derzeitige System der Kfz-Steuer in seiner jetzigen Form keine lange Zukunft mehr hat.

