SÜDTIROL MAGAZIN hat berichtet
Nach den Diskussionen um die Reform ab 2027 schaltet sich der Landeshauptmann ein: Südtirol besitzt den Spielraum für gezielte Steuerbefreiungen – und will ihn nutzen.
BOZEN – Bewegung in der hitzigen Debatte um die Südtiroler Autosteuer: Landeshauptmann Arno Kompatscher hat klargestellt, dass das Land sehr wohl über die autonomen Hebel verfügt, eigene Steuerbefreiungen festzulegen und anzuwenden. Das erklärte er in einer Stellungnahme gegenüber Rai Südtirol.
Nachdem die angekündigte Reform der Kraftfahrzeugsteuer und die Neuregelungen für spürbare Verunsicherung bei Südtirols Autofahrern gesorgt hatten, bezog der Landeshauptmann nun offiziell Position. Südtirol sei keineswegs an starre Vorgaben gebunden, sondern könne eigenständig Ausnahmen und Entlastungen definieren.
Südtirols autonomer Spielraum
Wie Rai Südtirol berichtet, unterstrich Kompatscher, dass das Land aktiv an Anpassungen arbeite: „Auch wir können Befreiungen von der Autosteuer vornehmen.“ Ziel sei es, die Steuerregelung treffsicher und sozial verträglich auszugestalten, ohne dabei den Umstieg auf sauberere Mobilität zu vernachlässigen.
Während die bisher diskutierten Pläne vor allem auf Leistung, Fahrzeugklassen und Schadstoffgrenzen abzielten, rückt durch den Vorstoß des Landeshauptmanns wieder die Frage in den Mittelpunkt, welche Halter oder Fahrzeugkategorien künftig ganz oder teilweise von der Landesabgabe verschont bleiben könnten.
Wichtiges Signal an Autofahrer
Die Klarstellung kommt zur rechten Zeit: In den vergangenen Tagen war die Kritik an den drohenden Mehrbelastungen ab 2027 laut geworden. Dass die Landesregierung nun über konkrete Entlastungen und Ausnahmeregelungen spricht, dürfte den politischen Druck etwas abfedern, die Debatte im Landtag aber weiter anheizen.
Welche genauen Kriterien für die Befreiungen greifen sollen, wird Gegenstand der kommenden Beratungen der Landesregierung sein.