Sind Elektroautos mittlerweile eine echte Alternative zum Verbrenner? Eine frische Studie zeigt: E-Fahrzeuge sind in den letzten Jahren deutlich erschwinglicher geworden. Allerdings dominiert die internationale Konkurrenz das günstige Einstiegssegment.
Der Umstieg auf die Elektromobilität scheiterte für viele Autofahrer bisher vor allem an einem Punkt: dem Anschaffungspreis. Eine neue Studie (u. a. vom Fraunhofer-Institut) zeigt nun jedoch eine deutliche Trendwende. Zwischen 2020 und 2025 sind Elektroautos real um rund 18 Prozent günstiger geworden. Noch besser für Verbraucher: Die Modellpalette hat sich im gleichen Zeitraum vervierfacht.
Preis vs. Reichweite: Was kosten E-Autos aktuell?
Wer heute ein E-Auto sucht, zahlt vor allem für den Akku. Je mehr Kilometer ohne Zwischenstopp gewünscht sind, desto tiefer muss man in die Tasche greifen.
- Bis 150 km Reichweite: Einstiegsmodelle wie der Dacia Spring Electric starten bei knapp 19.000 Euro.
- Bis 250 km Reichweite: Für rund 23.000 Euro gibt es Modelle von Herstellern wie Citroën oder Leapmotor.
- Bis 350 km Reichweite: Hier bewegt man sich bereits in der Klasse um 32.000 Euro.
- Ab 450 km Reichweite: Dauerbrenner wie das Tesla Model 3 schlagen mit rund 38.000 Euro zu Buche.
Achtung bei der Ausstattung: Die genannten Preise beziehen sich meist auf die nackte Basisausstattung. Wer Komfort-Extras oder Schnelllade-Features möchte, zahlt schnell einige tausend Euro aufpreis.
Wo bleiben die deutschen Automarken?
Ein auffälliges Ergebnis der Analyse: Im günstigen Einstiegssegment unter 30.000 Euro sucht man deutsche Hersteller fast vergebens. Volkswagen und Co. haben ihren Schwerpunkt nach wie vor im mittleren und oberen Preissegment. Der angekündigte Einstiegs-Stromer von VW für knapp 25.000 Euro lässt weiter auf sich warten – und wird in der Basisversion ebenfalls stark abgespeckt sein.
Gebrauchte E-Autos: Endlich ein lohnender Markt?
Lange Zeit galten gebrauchte Elektroautos wegen der ungewissen Akku-Lebensdauer als Risikokauf. Auch hier gibt es Entwarnung: Durch den Rücklauf vieler Leasingverträge (nach 2 bis 3 Jahren) drängen solide Gebrauchte auf den Markt.
Wichtig beim Gebrauchtkauf: Die Restkapazität der Batterie (State of Health) sollte unbedingt überprüft und zertifiziert werden. Experten empfehlen, nur Fahrzeuge zu kaufen, deren Akku noch mindestens 80 Prozent der ursprünglichen Leistung aufweist.