In der Nähe der spanischen Hauptstadt Madrid wütet einer der schwersten Waldbrände in der jüngeren Geschichte des Landes. Eine extreme Dürre und brachliegendes Land erschweren den Einsatz von mehr als 500 Einsatzkräften massiv.

In der spanischen Nachbarprovinz Guadalajara, nahe der Hauptstadt Madrid, kämpfen Feuerwehrleute und Rettungskräfte pausenlos gegen ein gewaltiges Flammenmeer. Die Bilanz der Zerstörung ist verheerend: Bereits rund 32.000 Hektar Wald- und Buschland sind den Flammen zum Opfer gefallen – eine Fläche, die in etwa der gesamten Stadt Bremen entspricht.

Mehr als 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht

Seit dem Ausbruch des Feuers am vergangenen Donnerstag mussten mehr als 30 Ortschaften evakuiert werden. Über 1.000 Einwohner wurden von den Behörden in Sicherheit gebracht.

Die Löscharbeiten gestalten sich als äußerst schwierig:

  • Extreme Dürre: Die langanhaltende Trockenheit bietet den Flammen perfekten Nährboden.
  • Unwegsames Terrain: Dünn besiedelte Regionen und viel Brachland erschweren das Durchkommen der Einsatzkräfte.
  • Großaufgebot vor Ort: Über 500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Zivilschutz und militärischer Nothilfe sind im Einsatz – unterstützt von zahlreichen Löschhubschraubern und Flugzeugen.

Vier Mal so viele Großbrände wie im Vorjahr

Spanien leidet in diesem Jahr unter einer historischen Hitzewelle und Trockenheit. Bislang wurden landesweit 22 Großbrände registriert – das sind vier Mal so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit insgesamt über 100.000 Hektar verwüsteter Landfläche ist bereits jetzt der Jahresdurchschnitt der vergangenen Jahre erreicht.