Nach Teileinsturz am Gerichtsplatz: Vorübergehender Ausweichsitz steht im Wesentlichen fest
Knapp einer Woche nach dem schockierenden Teileinsturz des Bozner Gerichtsgebäudes gibt es entscheidende Neuigkeiten für die Justiz in Südtirol: Der provisorische Ausweichsitz für die Justizämter wurde im Wesentlichen festgelegt. Die offizielle Bekanntgabe des Standorts soll in der kommenden Woche erfolgen.
Bei einem Pressetermin direkt am Gerichtsplatz informierten Landesrat Christian Bianchi, Gerichtspräsidentin Francesca Bortolotti, Landeskonservatorin Karin Dalla Torre und Ressortdirektor Daniel Bedin über den aktuellen Stand der Dinge und die nächsten Schritte.
Priorität: Sicherung der Baustelle und Überwachung
In den vergangenen Tagen lag der Hauptfokus der Einsatzkräfte, Techniker und der Feuerwehr darauf, die Trümmerstelle zu sichern und weitere Schäden zu verhindern. Besonders die historische Fassade erfordert Schutz:
- Gerüstbau vergeben: Ein Auftrag für die Errichtung eines umfassenden Schutzgerüsts entlang des Gebäudes wurde bereits erteilt.
- Sensoren-Überwachung: Entlang aller Gebäudeflügel werden in den nächsten Tagen Sensoren installiert. Diese überwachen Erschütterungen und kleinsten Bewegungen im Mauerwerk rund um die Uhr.
- Gefahrloses Umziehen: Durch diese Sicherheitsmaßnahmen wird sichergestellt, dass notwendige Akten, Geräte und Dokumente gefahrlos aus den verbliebenen Flügeln geholt und an den neuen Standort transportiert werden können.
Wie es mit dem Historischen Gebäude weitergeht
Sobald die Notfallphase und der Umzug abgeschlossen sind, geht es an die langfristige Zukunft des Standorts am Gerichtsplatz. Über eine geplante Ausschreibung soll in einer weiteren Phase die offizielle Planung für den Wiederaufbau des beschädigten Gebäudeteils vergeben werden.
Landesrat Bianchi hob im Rahmen des Termins die vorbildliche Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie die enorme Solidarität hervor, die der Südtiroler Gerichtsbarkeit in den letzten Tagen entgegengebracht wurde.



