Sensation auf über 2.700 Metern: Neuer Höhlenbären-Fund in der Conturineshöhle
Jahrtausendealte Geschichte hoch oben in den Dolomiten: In der berühmten Conturineshöhle im Naturpark Fanes-Senns-Prags haben Forscher ein weiteres erstaunlich gut erhaltenes Skelett des prähistorischen Höhlenbären Ursus ladinicus freigelegt. Der Fund liefert wertvolle neue Erkenntnisse über das Leben der Urzeit-Riesen in Südtirol.
Die Conturineshöhle gilt weltweit als die höchstgelegene Fundstelle von Höhlenbären-Fossilien. Bereits Ende der 1980er Jahre sorgten die ersten Entdeckungen auf über 2.750 Metern Höhe für eine internationale Wissenschaftssensation. Nun zeigte sich erneut, welche Schätze tief im Berg verborgen liegen.
Akribische Ausgrabung im Hochgebirge
Ein spezialisiertes Team von Paläontologen und Höhlenforschern förderte die fossilen Überreste bei aktuellen wissenschaftlichen Grabungen ans Tageslicht. Unter extremen Bedingungen im Gebirge konnten zahlreiche Knochenteile geborgen werden, die über zehntausende von Jahren im ewigen Eis und Gestein der Höhle konserviert geblieben sind.
Der Ursus ladinicus ist eine eigene, an das rauhe Alpenklima angepasste Höhlenbären-Art, die ausschließlich im Gebiet der Dolomiten nachgewiesen werden konnte. Die pflanzenfressenden Riesen nutzten die geschützte Höhle vor allem als Unterschlupf für den Winterschlaf.
Demnächst im Museum zu sehen
Die neu entdeckten Knochen des Höhlenbären werden nun aufwendig gereinigt, präpariert und wissenschaftlich untersucht, um genaue Daten zum Alter und zur Lebensweise des Tieres zu ermitteln.
Anschließend soll der Fund der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden: Die Fossilienschätze finden ihren Platz im Museum Museum Ladin Ursus ladinicus in St. Kassian (Abtei), wo Besucher die Geschichte der prähistorischen Alpenbewohner hautnah erleben können.