Das Leben in der Landeshauptstadt wird wieder spürbar teurer: Nach einer leichten Entspannung im Frühsommer hat die Inflation in Bozen im August wieder kräftig angezogen. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 3,6 Prozent.

Die Teuerungswelle in Bozen gewinnt erneut an Fahrt. Wie die aktuellen Daten des städtischen Statistikamts zeigen, beschleunigte sich der Verbraucherpreisindex (NIC) im August 2026 deutlich: Gegenüber dem Vorjahresmonat August 2025 kletterten die Preise um 3,6 Prozent. Im Vormonat Juli hatte die jährliche Teuerungsrate noch bei 2,8 Prozent gelegen.

Allein im Monatsvergleich von Juli auf August zogen die Lebenshaltungskosten im Schnitt um 1,5 Prozent an.

Die größten Preistreiber im Überblick:

  • Wohnen, Energie & Nebenkosten: Vor allem die Kosten rund ums Wohnen und Strom/Gas drücken weiterhin massiv auf das Budget der Bozner Haushalte.
  • Verkehr & Treibstoffe: Durch die Urlaubssaison verteuerten sich Fahrkarten, Dienstleistungen und Mobilität spürbar.
  • Gastronomie & Tourismus: Übernachtungen und Restaurantbesuche legten im Spätsommer nochmals zu.

Einzig im Bereich der Finanz- und Versicherungsdienstleistungen gab es eine leichte Entlastung: Hier sanken die Preise im Jahresvergleich um 1,4 Prozent. In allen anderen Lebensbereichen müssen die Bürgerinnen und Bürger tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr.

Damit bleibt Bozen weiterhin an der Spitze der teuersten Städte Italiens und setzt Familien sowie Bezieher mittlerer und niedriger Einkommen weiter unter Druck.